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Hausfrauenkredit

Beim Hausfrauenkredit handelt es sich im Prinzip um einen Kleinkredit oder einen Kredit ohne Schufa. Beantragt werden kann der Hausfrauenkredit von Personen, die über kein eigenes Einkommen verfügen. Wer diesen in Anspruch nehmen möchte, sollte sich aber vorab darüber informieren, mit welchen Risiken und Pflichten dieser verbunden ist.

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Den geeigneten Hausfrauenkredit finden

Der Name Hausfrauenkredit stammt aus der Zeit, als Frauen vorwiegend den Haushalt übernommen haben, während die Männer eine Anstellung hatten. Von den Banken wurde deshalb der Hausfrauenkredit vergeben, weil diese ja über das Einkommen des Ehegatten finanziell abgesichert waren. Inzwischen richtet sich der Hausfrauenkredit nicht mehr nur an die Zielgruppe der Hausfrauen, sondern grundsätzlich an jeden, der kein eigenes Einkommen hat und deshalb nicht als kreditwürdig gilt. Auch Verbraucher mit einem geringfügigen Einkommen können diesen beantragen, sofern sie eine anderweitige Absicherung besitzen.

Üblicherweise werden bei diesem Darlehen kleinere Beträge zwischen 5.000 und 50.000 Euro vergeben. Es ist jedoch an bestimmte Voraussetzungen geknüpft: Die Kreditnehmer müssen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, mindestens 18 Jahre alt sein und zumindest durch das Einkommen des Partners abgesichert sein.

Sollte der Ehepartner ebenfalls über kein Einkommen verfügen, haben die Interessenten folgende Möglichkeiten: Sie können einen Bürgen stellen, der die Raten zahlt, sobald der Kreditnehmer diese nicht mehr aufbringen kann. Wird der Hausfrauenkredit genutzt, um Eigentum zu erwerben, kann der Bank das Eigentumsrecht in Form einer Sicherungsübereignung übereignet werden.

Nicht möglich ist es üblicherweise, einen Hausfrauenkredit ohne Bürgen zu erhalten. Die Chancen erhöhen sich jedoch, wenn das Darlehen zusammen mit dem verdienenden Partner beantragt wird.

Wichtige Aspekte zum Hausfrauenkredit

Vor dem Abschluss des Vertrages sollten Interessenten die Angebote mehrerer Anbieter und deren Konditionen vergleichen. Wichtige Faktoren sind:

  • Die Laufzeit sollte möglichst kurz gewählt werden, um die Gesamtkosten für den Kredit so gering wie möglich zu halten. Natürlich sollte dabei die Höhe der Raten kein Problem darstellen.
  • Weil bei Geringverdienern, Verbrauchern mit einem negativen Schufa-Eintrag und einkommenslosen Ehepartnern die Bonität als eher schlecht gilt, verlangen die Banken hier relativ hohe Zinsen, um sich abzusichern. Der Zinssatz lässt sich durch einen Bürgen, einen zweiten Kreditnehmer oder materielle Sicherheiten senken.
  • Ein wichtiger Aspekt ist zudem der effektive Jahreszins, in dem auch die zusätzlichen Kosten wie Bearbeitungsgebühren enthalten sind.

Wie hoch darf der Kredit sein?

Bevor der Hausfrauenkredit in Anspruch genommen wird, sollten die Interessenten zunächst herausfinden, wie hoch der Kreditbetrag sein darf. Sinnvoll ist es, dafür eine Haushaltsrechnung aufzustellen. Anhand der Kontoauszüge aus den vergangenen Monaten lassen sich Einnahmen und regelmäßige Ausgaben analysieren. Enthalten sollten auch die Kosten sein, die nur jährlich oder halbjährlich anfallen. Auch außerordentliche Kosten, etwa eine Autoreparatur, sollten in der Haushaltsrechnung möglichst großzügig eingeplant werden. In dieser Rechnung bleibt schließlich ein Restbetrag übrig, der für die Kreditrate aufgewendet werden kann.

Vor der Unterschrift unter den Vertrag sollten allerdings die Angebote mehrerer Anbieter verglichen werden. Wichtigstes Kriterium ist der effektive Jahreszins, in dem auch alle zusätzlichen Kosten für den Kredit enthalten sind. Bietet das Geldinstitut die Möglichkeit zur Sondertilgung an, sollte diese kostenlos sein, um die Kosten insgesamt niedrig zu halten.

Die Vor- und Nachteile des Hausfrauenkredites

Der Hausfrauenkredit bietet den Vorteil, dass der Verbraucher ohne festes Einkommen ein geringfügiges Darlehen erhält und keine Schufa-Abfrage durchgeführt wird. Das Darlehen, das Nicht- und Geringverdienern günstige Raten bietet, kann völlig frei verwendet werden.

Demgegenüber stehen folgende Nachteile: Ohne Bürgen oder einen zweiten Kreditnehmer ist das Darlehen nur schwer zu bekommen. Zudem fallen bei geringen Sicherheiten vergleichsweise hohe Zinsen und Bearbeitungsgebühren an. Auch für geringe Beträge ist die angebotene Laufzeit relativ lang.

Der Weg zum Hausfrauenkredit

Mit einem Vergleichsrechner lassen sich die besten Konditionen für den Kleinkredit ermitteln. Dazu tragen die Interessenten in der Suchmaske neben ihren persönlichen Daten die gewünschte Darlehenshöhe ein. Sobald das Einverständnis zur Datenschutzerklärung abgegeben wurde, werden die Kontaktdaten für eventuelle Rückfragen eingetragen. Im letzten Schritt gibt der Antragsteller sein Beschäftigungsverhältnis sowie das monatliche Nettoeinkommen an. Anschließend erhält der Antragsteller ein individuelles Angebot für ein Darlehen, das zunächst unverbindlich und kostenlos ist.

Ein Ratenkredit als Alternative?

Der klassische Ratenkredit stellt eine gute Alternative zum Hausfrauenkredit dar. Allerdings ist in diesem Fall eine entsprechende Bonität notwendig, damit sich die Zinsen auf einem niedrigen Niveau bewegen. Zudem sind hier üblicherweise die Laufzeiten länger und die Darlehensbeträge höher.

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