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Schufa-Daten regelmäßig abfragen: Welche Informationen werden über Sie gespeichert?

Wer eine schlechte Schufa besitzt, bekommt schnell Schwierigkeiten: egal ob Mietvertrag oder Kleinkredit; das allgemeine Vertragswesen gestaltet sich deutlich schwieriger. Damit es zu negativen Schufa-Daten gar nicht erst kommt, sollten Sie die gespeicherten Informationen regelmäßig in Erfahrung bringen. Was sollten Sie zum Schufa abfragen wissen?

Warum Ihre Schufa-Daten überhaupt gespeichert werden

Schufa abfragen - Sofort-geld-leihen.de

Kennen Sie Ihre Schufa-Werte! Foto: istock/AndreyPopov

Die sogenannte Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, besser bekannt unter der Abkürzung Schufa, soll dafür sorgen, dass die Unternehmen einen Zugriff auf die Bonitätsdaten potenzieller Kunden haben. Durch die Speicherung sämtlicher hierfür relevanten Informationen wird es besonders einfach möglich, sich einen Überblick über die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern zu verschaffen. Auch die Kunden profitieren: Die Kreditabwicklung bzw. der Vertragsabschluss kann auf diese Weise besonders einfach und schnell erfolgen. Voraussetzung dafür ist aber natürlich eine positive Bonität, die auch so bei der Schufa gespeichert wurde. Bei dieser Speicherung kann es jedoch mitunter zu Fehlern kommen, weshalb Sie diese Daten in regelmäßigen Abständen abfragen und kontrollieren sollten. Wir zeigen Ihnen, wie das geht.

Was wird bei der Schufa gespeichert?

Hierbei handelt es sich anscheinend um ein sehr großes Geheimnis: Die Schufa berechnet Ihre Bonität in einem Score, der wiederum eine Aussage über Ihre Kreditwürdigkeit macht. Niemand weiß aber so genau, wie dieser Score berechnet wird. Dabei bedeutet ein Score von 97 % beispielsweise, dass Sie einen Vertrag mit einer Wahrscheinlichkeit von ebenso 97 % erfüllen werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls beträgt folglich 3 %. Eine Bonität von 100 % ist übrigens auch theoretisch nicht möglich, weil immer noch das Risiko eines Todesfalls bleibt. Wenn der Kreditnehmer während der Laufzeit verstirbt, ist zumindest unklar, ob oder wer den Kredit noch bedient. Auch wenn die genaue Berechnung des Schufa-Score nicht bekannt ist, ist zumindest klar, welche Daten unter anderem gespeichert werden:

 

– Üblicherweise Kredite mit Kreditsumme

– Bankkonten mit Kreditrahmen (Dispokredit)

– Kreditkarten mit Kreditrahmen

– Ratenzahlungen

– Mobilfunkverträge

– Leasingverträge

 

Im Umkehrschluss bedeutet dies auch: Über Ihre Einkünfte oder gar Ihren Kontostand hat die Schufa keine Informationen. Auch mögliche Vermögensverhältnisse sind der Schufa nicht bekannt. Für die Bonität maßgeblich ist die Frage, wie die Höhe der gesamten Kredite ausfällt und ob Sie die Kreditraten regelmäßig bedienen. Bei einem Bankkonto oder einem Mobilfunkvertrag wird es ebenso als positiv bewertet, wenn Sie die Verträge nur selten wechseln – Kontinuität wird positiv bewertet.

Mit wem arbeitet die Schufa zusammen?

Bei der Schufa handelt es sich nicht um eine offizielle Behörde, sondern um ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Dies sollten Sie wissen, wenn Sie die Schufa abfragen oder in Erfahrung bringen möchten, welches Unternehmen mit der Organisation zusammenarbeitet. Es gibt dazu nämlich keine Pflicht, sodass ein Unternehmen die Daten nicht an die Schufa weitergeben muss. Sie haben vielleicht selbst schon Kreditangebote gesehen, die explizit damit werben, dass keine Abfrage bzw. Weitergabe an die Schufa erfolgt. Sie können aber davon ausgehen, dass sämtliche größeren deutschen Banken sowie auch Mobilfunkanbieter die Informationen an die Schufa weiterleiten. Es gibt hier allerdings einige Ausnahmen, die stattdessen mit einer anderen Auskunftei kooperieren und die Daten an diese weitergeben. Wichtig ist übrigens auch: Die Schufa entscheidet natürlich keinesfalls darüber, ob Sie auf Basis Ihrer Schufa-Daten einen Kredit erhalten können oder nicht – das entscheidet die jeweilige Bank. Aus diesem Grund ist es auch beispielsweise keinesfalls so, dass Sie bei negativen Schufa-Daten keinen Handyvertrag mehr kriegen. Aus den Schufa-Daten geht nämlich durchaus hervor, aus welchem Grund Sie einen negativen Eintrag erhalten haben. Hat dieser nichts mit einem Mobilfunkvertrag zu tun und haben Sie solche Verträge bisher stets zuverlässig erfüllt, dann ist es durchaus möglich, dass Sie auch einen weiteren Handyvertrag erhalten – trotz negativer Schufa-Daten.

Schufa abfragen: Was ist eine Selbstauskunft und warum sollte ich diese Daten einholen?

Wie Sie vielleicht schon festgestellt haben, sind die gespeicherten Schufa-Daten für Sie sehr wichtig. Eine negative Schufa erschwert es ganz erheblich, eine Wohnung oder einen Kredit zu erhalten. Aus diesem Grund sollten Sie ein großes Interesse daran haben, dass die gespeicherten Schufa-Daten der Wahrheit entsprechen. Sie haben dazu vom Gesetzgeber das Recht eingeräumt bekommen, Ihre Daten selbst bei der Schufa abzufragen. Diese Abfrage ist einmal jährlich kostenlos möglich. Auf diese Weise können Sie Folgendes feststellen:

 

– Finden sich falsche Schufa-Daten beim Schufa abfragen?

– Sind alte Daten noch nicht gelöscht worden?

– Wurden ungerechtfertigte negative Einträge vorgenommen?

 

Insbesondere der letzte Punkt kann entscheidend sein: Die Schufa kann bei der Eintragung nicht beurteilen, ob ein negativer Eintrag gerechtfertigt ist oder nicht. Es gibt leider weniger seriöse Anwälte, die Abmahnungen verschicken und dabei mit einem negativen Eintrag bei der Schufa drohen und dies auch nicht selten in die Tat umsetzen.

Wie kann ich meine Schufa abfragen?

Grundsätzlich besteht eine komfortable, aber vergleichsweise teure Möglichkeit darin, ein Abo direkt bei der Schufa abzuschließen. Sie müssen dafür eine monatliche Gebühr zahlen, haben dann aber jederzeit online oder per Smartphone-App Zugriff auf die Schufa-Daten. Die zweite Möglichkeit besteht darin, eine umfangreiche Auskunft anzufordern, die innerhalb weniger Werktage bearbeitet und Ihnen per Post zugesendet wird. Diese Abfrage ist ebenso mit einigen Kosten verbunden, wird aber insbesondere von Vermietern häufig eingefordert. Die kostenlose Möglichkeit zum Schufa Abfragen besteht darin, die Selbstauskunft unter meineschufa.de zu bestellen. Dabei handelt es sich um eine Selbstauskunft nach §34 Bundesdatenschutzgesetz. Der Gesetzgeber stellt damit sicher, dass jedes Unternehmen Auskunft darüber erteilen muss, welche Daten über Sie gespeichert werden. Diese Selbstauskunft ist die richtige Wahl, wenn Sie die Schufa abfragen möchten. Sie sollte aber keinesfalls mit der Selbstauskunft für Vermieter verwechselt werden. Der Grund: In der kostenlosen Selbstauskunft finden sich auch sensible Personendaten, die Sie vermutlich nicht an einen Vermieter weitergeben möchten – hier sind Sie also auf die kostenpflichtige Variante angewiesen.

Fazit: Schufa abfragen regelmäßig durchführen

Am Ende zeigt sich also: Wenn Sie regelmäßig einen Kredit aufnehmen oder sich für Ratenzahlungen interessieren, sollten Sie vom Recht, das Schufa-abfragen einmal jährlich kostenlos durchführen zu können, auch tatsächlich Gebrauch machen. Sofern Sie negative Einträge besitzen, werden diese nach drei Jahren gelöscht. Die Verjährungsfrist startet allerdings erst mit dem Ende des jeweiligen Kalenderjahres, an dem die Schuld beglichen wurde. Ungerechtfertigte negative Einträge können dazu führen, dass Ihnen ein Kredit verwehrt wird oder die Konditionen dafür deutlich ungünstiger ausfallen. Wenn Sie Ihre Schufa-Daten für einen Vermieter in Erfahrung bringen möchten, sind Sie allerdings auf eine kostenpflichtige Variante der Schufa Abfrage angewiesen.

 

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