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Mikrokredit sofort

Für Darlehen mit geringen Summen in einer Größenordnung von bis zu 3.000 Euro hat sich heutzutage die Bezeichnung Mikrokredit eingebürgert. Eigentlich ist mit diesem Begriff aber etwas völlig anderes gemeint.

Die besten Mikrokredit Anbieter im Vergleich

1.Platz

Cashper

2.Platz

Vexcash

3.Platz

Cashpresso

4.Platz

Xpresscredit

5.Platz

CreditPlus Bank
Targobank

Ein Mikrokredit – was ist das?

Bei einem Mikrokredit handelt es sich um Darlehen zur Mikrofinanzierung von Existenzgründern und Selbstständigen. Diese Form von Darlehen wird von der KfW-Bank und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Der Grund: Kleinunternehmer, Existenzgründer und selbstständige Unternehmer haben üblicherweise weder ausreichend Sicherheiten noch eine so gute Bonität, um sich durch einen zinsgünstigen Minikredit von einer Bank finanzieren zu lassen. Die Banken ihrerseits haben kein großes Interesse daran, Mikrokredite an Existenzgründer und Kleinunternehmer zu vergeben. Dieses Dilemma löst die Bundesregierung mit Geldmitteln aus der KfW Bank-Gruppe, des ERP Sondervermögens, der GLS Bank sowie Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds. Etwa 100 Millionen Euro stehen zur Finanzierung der Mikrokredite bereit, mit deren Hilfe Kleinunternehmer und Existenzgründer Investitionen tätigen, Betriebsmittel und Anschaffungen machen oder eine Liquiditätshilfe erhalten können.

Wie teuer ist ein Mikrokredit?

Der aktuelle Zinssatz für Mikrokredite liegt bei 9,9 Prozent. Zusätzlich wird eine Anschlussgebühr in Höhe von 100 Euro für jeden Kredit verlangt. Jedoch lässt sich die Höhe der monatlichen Tilgung individuell anpassen. Damit erhalten sich die Unternehmer einen gewissen Handlungsspielraum und ihre unternehmerische Flexibilität. Bei einem Minikredit in Höhe von 5.000 Euro liegen die monatlichen Raten etwa unter 200 Euro. Bei der Laufzeit des Minikredits sind bis zu vier Jahre möglich, wobei die Laufzeit individuell an die jeweiligen Möglichkeiten angepasst werden kann. Zwar gibt es grundsätzlich einheitliche Konditionen, jedoch können sich einzelne Praktiken – etwa die Beratung – bei verschiedenen Geldinstituten unterscheiden.

Einen Mikrokredit aufnehmen – was ist zu beachten?

Die wichtigste Frage für Unternehmer, die einen Mikrokredit aufnehmen wollen, lautet: Gibt es überhaupt einen geeigneten Mikrofinanzierer in der Nähe? Der Grund: Dieser ist Ansprechpartner für Beratung und die anschließende Abwicklung des Darlehens. Sobald der Kredit vergeben ist, muss der Berater allmonatlich über den Geschäftsverlauf in Kenntnis gesetzt werden. Dieser hat dann die Möglichkeit einzugreifen, sollte das Vorhaben nicht den geplanten Lauf nehmen. Gelegentlich handelt es sich hierbei um eine kostenpflichtige Beratung. Es gibt allerdings Förderprogramme von Bund und Ländern, durch welche diese Kosten übernommen werden können. Der Unternehmer muss also in der Lage sein, das geplante Vorhaben möglichst konkret darzulegen und sich zudem über Kosten, Finanzierungs- und Beratungsmöglichkeiten informieren.

Wer kann einen Mikrokredit in Anspruch nehmen?

Zielgruppe für den Mikrokredit sind kleine und junge Unternehmen, die bei einer Bank keinen klassischen Kredit bekommen. Besonders gefördert werden sollen deshalb auch Menschen mit Migrationshintergrund und Frauen. Sofern ein unternehmerischer Hintergrund vorliegt, darf laut den Vorgaben keine Personengruppe vom Mikrokredit ausgeschlossen werden –  denn gefördert werden sollen ausschließlich Unternehmer. Deshalb muss auch bei der Antragstellung stets ein spezieller unternehmerischer Hintergrund vorliegen. Der Mikrokredit wird in drei Stufen vergeben, wobei es eine maximale Obergrenze gibt. Das heißt: Wird der Erstkredit innerhalb von sechs Monaten erfolgreich getilgt, kann der Unternehmer den nächsten Kredit beantragen. Insgesamt liegt die Obergrenze des Kreditvolumens bei 20.000 Euro. Unternehmern stehen mehrere Geldinstitute zur Auswahl, um den geeigneten Mikrofinanzierer für ihr Vorhaben zu finden. Der wichtigste Aspekt hierbei ist die räumliche Nähe, weil meist eine eingehende Beratung notwendig ist. Für private Zwecke wird ein Mikrokredit keinesfalls vergeben. Hier sind Minikredite, deren Obergrenze bei 3.000 Euro liegt, die bessere Wahl.

Die bessere Alternative für Angestellte: der Minikredit

Angestellte haben meist kein Problem, wenn sie einen Kredit erhalten wollen, weil sie diesen bei fast jeder Bank erhalten. Problematisch wird es für sie nur, wenn das monatliche Einkommen zu gering ist oder bereits mehrere Kredite laufen. In diesem Fall ist es durchaus möglich, dass die Hausbank den Wunsch nach einem Kredit ablehnt. Für Angestellte, die nur kurzfristig einen geringen Betrag benötigen, sind Minikredite deshalb eine hervorragende Alternative. Wer einen Minikredit beantragen möchte, muss lediglich 18 Jahre – einige Anbieter verlangen ein Mindestalter von 21 Jahren – alt sein, in Deutschland wohnen und mindestens 600 Euro monatlich verdienen. Abgelehnt wird der Minikredit für Angestellte lediglich, wenn eine eidesstattliche Versicherung abgegeben wurde, ein Insolvenzverfahren läuft, ein Haftbefehl besteht oder eine Lohn- und Gehaltspfändung vorliegt.

Erhalten Auszubildende ebenfalls einen Kredit?

Der Minikredit stellt für Auszubildende meist die einzige Möglichkeit dar, überhaupt ein Darlehen bekommen zu können. Die Obergrenze des Minikredites liegt meist bei 3.000, gelegentlich bei 5.000 Euro. Weil Auszubildende allerdings vergleichsweise wenig verdienen, können sie eine Kreditsumme von 5.000 Euro alleine kaum stemmen. In diesem Fall kann eine Bürgschaft helfen, um doch einen höheren Minikredit zu bekommen.

Können Schüler und Studenten einen Minikredit bekommen?

Minderjährige Schüler, die einen Kredit beantragen wollen, brauchen dafür die Zustimmung beider Elternteile und zusätzlich die Zustimmung des Familiengerichts. Volljährige Schüler, die ein regelmäßiges Einkommen nachweisen können, können dagegen jederzeit einen Minikredit aufnehmen. Der Einkommensnachweis alleine reicht allerdings meist nicht aus. Zusätzlich fordern die Banken größtenteils eine gute Bonität sowie eine positive Schufa-Auskunft. Selbst wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, erhalten Schüler und Studenten von den Banken üblicherweise keine größeren Summen. Bei geringen Kreditsummen hingegen ist es auch für Schüler und Studenten möglich, die monatlichen Raten problemlos zurückzuzahlen. In Anspruch nehmen Schüler und Studenten den Minikredit beispielsweise, wenn sie den Führerschein machen oder ein Auto kaufen wollen und die Eltern ihre Kinder nicht finanziell unterstützen können. Dank eines Minikredites können sie sich diesen Traum erfüllen und geraten wegen der niedrigen Raten nicht gleich in die Schuldenfalle.

In welchen Fällen eignet sich der Mikrokredit?

Ist ein unternehmerisches Vorhaben geplant, ist ein Mikrokredit die erste Wahl. Dabei kann es sich um die Gründung eines neuen Unternehmens ebenso handeln wie für den Ausgleich von saisonalen Schwankungen oder um Bestände aufzustocken. Vergeben werden Mikrokredite sowohl an natürliche als auch an juristische Personen. Die einzigen Voraussetzungen sind ein Wohnsitz in Deutschland und eben der unternehmerische Hintergrund. Selbstständige und Freiberufler können den Mikrokredit ebenfalls in Anspruch nehmen.

Gibt es den Mikrokredit auch ohne Schufa?

Die positive Schufa-Auskunft ist keine zwingende Voraussetzung für einen Mikrokredit. Dennoch erfolgt eine Abfrage bei der Schufa. Der Hintergrund: Im Fall einer negativen Auskunft soll der Unternehmer vor weiterer Verschuldung geschützt werden. Die Schufa-Auskunft wird bei einem Mikrokredit jedoch anders bewertet wie bei einem klassischen Darlehen. Ein negativer Eintrag stellt also nicht unbedingt einen Grund zur Ablehnung dar. Im Vordergrund stehen vielmehr positive Veränderungen sowie die allgemeine wirtschaftliche Situation des Unternehmers. Er sollte allerdings dennoch eine gewisse Bonität haben, denn ganz ohne Schufa gibt es den Mikrokredit nicht.

Darum wurden Mikrokredite überhaupt erst möglich

Mikrokredite werden in Lateinamerika, Asien und Afrika seit etwa 30 Jahren genutzt, um die Armut zu bekämpfen. Dort besteht das grundsätzliche Problem darin, dass Kleinbauern oder etwa selbstständige Näherinnen keine Möglichkeit haben, bei einer Bank einen Kredit zu bekommen, weil die notwendigen Sicherheiten fehlen. Ursprünglich wurden die Minikredite also eingeführt, um dort bedürftigen Menschen den Weg aus der Armut hinaus zu ermöglichen. Als Minikredit werden hier Darlehen mit einem Volumen von weniger als 1.000 US-Dollar bezeichnet. Damit konnten auch Menschen, die keinen Zugang zu Kapital haben, einen Schritt in die Selbstständigkeit machen. Erfunden wurde das Grundprinzip der Minikredite übrigens von Berufsgenossenschaften im Lauf des 19. Jahrhunderts. Der Wirtschaftswissenschaftler „Garmen Bank“, Gründer der gleichnamigen Bank erhielt für die Fortentwicklung der Ursprungsidee 2006 den Nobelpreis.

Der Mikrokredit: ein Fazit

Der Mikrokredit stellt die optimale Lösung für junge Unternehmen, Existenzgründer, aber auch bestehende Betriebe dar, sollten sie bei ihrer Bank keinen Kredit bekommen. Aufträge und neue Projekte lassen sich mit Hilfe eines Mikrokredits wesentlich einfacher realisieren. Diese Form des Darlehens stellt vor allem eine hervorragende Alternative zum Dispokredit dar – auch weil es bei einer weniger guten Bonität vergeben wird. Unternehmen können dank eines Mikrokredits ihre Liquidität erheblich verbessern. Minikredite hingegen lohnen sich vor allem für Schüler und Studenten, die sich kleine und größere Wünsche erfüllen möchten. Dank kurzer Laufzeit und kleinen Monatsraten können auch sie den Kredit problemlos tilgen.

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